Die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Automobilindustrie zeigen, wie tiefgreifend der Wandel inzwischen geworden ist.
Bei Mercedes-Benz werden tarifliche Sonderzahlungen verschoben, bei Porsche fallen übliche Mitarbeiterboni aus und bei einigen Zulieferern wie Mahle verzichten Mitarbeiter auf das Weihnachtsgeld. Gleichzeitig steht die Diskussion über längere Arbeitszeiten z. B. von 35 auf 40 Wochenstunden ohne zusätzlichen Lohnausgleich im Raum.
Bei Volkswagen stehen Sparprogramme, akute Standortfragen mit zigtausenden Arbeitsplätzen und die langfristige Auslastung deutscher Werke immer wieder im Zentrum der Debatte.
Und der VDA warnt davor, dass der deutschen Automobilindustrie bis 2035 weitere 125.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten, wenn Wettbewerbsfähigkeit, Standortbedingungen und Transformation nicht besser zusammenfinden.
Das sind keine abstrakten Branchennachrichten. Das sind Signale dafür, dass sich die industrielle Wertschöpfung in Deutschland gerade neu sortiert. Für viele Unternehmen bedeutet das, die Kosten müssen runter, Prozesse müssen stabiler werden, Qualität darf nicht leiden und Produktionsstandorte müssen trotz steigenden Drucks wettbewerbsfähig bleiben.
Die deutsche Automobilindustrie steht vor schwierigen Entscheidungen. Aber eines ist klar: Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, darf nicht nur über Einsparungen sprechen!
Wir sollten über intelligente Fertigung sprechen, über Automatisierung mit Substanz und über technische Lösungen, die Qualität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zusammenbringen.
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