Ab dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR grundsätzlich in der Anwendung. Sie ist zwar bereits seit dem 11. Februar 2025 in Kraft, doch ab dann müssen die ersten Anforderungen im operativen Alltag tatsächlich erfüllt werden, die sich dann über 2030 bis 2035 steigern. Dazu zählen unter anderem Vorgaben zu Rezyklierbarkeit, Verpackungsminimierung, Kennzeichnung und Konformitätsbewertung.
Auch in der schwer unter Druck stehenden Automotive-Branche wird die Umsetzung oft zur zusätzlichen Belastung und die Tragweite der PPWR umständehalber häufig noch unterschätzt. Denn hier geht es nicht nur um „weniger Verpackung“, sondern um einen deutlich tieferen Eingriff in Lieferketten, Materialflüsse, Verantwortlichkeiten und Verpackungskonzepte. Die Verordnung verändert Rollen und Entscheidungsprozesse entlang der gesamten Supply Chain.
Die größten Herausforderungen liegen aus unserer Sicht in drei Bereichen:
1. Standardisierung und Reduktion von Verpackungen – Verpackung muss funktional, materialeffizient und regulatorisch sauber ausgelegt sein. Zudem müssen die Rollen von Erzeuger und Hersteller genau definiert und dokumentiert werden, was besonders für Konzerne und Unternehmen mit beiden Funktionen durchaus aufwändiger sein kann.
2. Re-Use- und Kreislaufkonzepte – wiederverwendbare Transportverpackungen werden strategisch noch wichtiger; spätestens ab 1. Januar 2030 müssen wirtschaftliche Akteure in der EU sicherstellen, dass mindestens 40 % bestimmter Transport- und Verkaufsverpackungen wiederverwendbar sind.
3. Prozesssicherheit und Nachverfolgbarkeit – wer Verpackung im Umlauf hält, muss Daten, Zuständigkeiten und Konformität deutlich stärker beherrschen als bisher. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus den neuen Compliance-, Dokumentations- und Re-Use-Anforderungen.
Für Unternehmen wie DreiTec Systems und für die Automotive-Industrie insgesamt heißt das: Verpackung wird mehr denn je zum prozessrelevanten Systembaustein. Wo Bauteile, Ladungsträger, Schutzkonzepte und Materialflüsse automatisiert bewegt, gegriffen, zugeführt oder rückgeführt werden, steigen die Anforderungen an Handling, Robustheit, Standardisierung und Kreislauffähigkeit. Das ist nicht nur eine regulatorische Aufgabe, sondern auch eine Frage von Automation, Effizienz und Zukunftsfähigkeit.
Und das ist unter ohnehin schon schwierigen Marktbedingungen sicher erneut kein unmittelbarer Wettbewerbsvorteil im internationalen Kampf um Marktanteile.
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