Rekordhoch in der deutschen Automobilbranche – dennoch steht einer der wichtigsten Wirtschaftszweige mächtig unter Druck – Kooperation von BMW und Mercedes?
Zum Jahresanfang 2025 waren 49,3 Mio. Pkw zugelassen – so viele wie nie zuvor. Die Pkw-Dichte stieg auf 590 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner (2024: 588). Besonders hoch ist sie im Saarland (646), Rheinland-Pfalz (641) und Bayern (635), während Berlin (334) aufgrund des dichten ÖPNV deutlich niedriger liegt.
Spannend: Trotz der steigenden Zulassungszahlen wächst der Anteil reiner Elektroautos nur langsam – aktuell 3,3 %. Gleichzeitig sind die CO₂-Emissionen im Straßenverkehr seit 2019 jedoch um knapp 14 % gesunken.
👉 Fazit: Mehr Autos bedeuten nicht automatisch mehr Emissionen – der Wandel in Mobilität und Technologie zeigt Wirkung, wenn auch langsamer als viele erwartet haben.
Trotz dieser für den Markt positiven Entwicklung im Inland ist der bedeutende deutsche Wirtschaftszweig im sich verändernden und zunehmend unsicheren weltweiten Umfeld enorm unter Druck und vor massiven Herausforderungen:
- Handelskonflikte und Zölle belasten wichtige Absatzmärkte wie die USA
- In China, einstigem Schlüsselmarkt, verdrängen heimische Hersteller die europäischen Marken
- In Europa sinken die Verkaufszahlen – mit Folgen für Zulieferer wie ZF oder Bosch
Die Branche reagiert mit Sparprogrammen, Stellenabbau und Werkschließungen. Hinzu kommen neue EU-Vorgaben zur Elektrifizierung ab 2025, die zwar gelockert wurden, aber dennoch erheblichen Druck erzeugen.
Eine interessante mögliche Kooperation zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Entwicklungskosten könnte sich laut „Manager Magazin“ demnächst zwischen BMW und Mercedes bei den Benzinern verdichten: BMW könnte ab 2027 Vierzylinder-Motoren an Mercedes liefern, umgekehrt würde Mercedes seine Getriebe BMW zur Verfügung stellen.
Mit diesem ungewöhnlichen Schritt würden die beiden Rivalen aus Süddeutschland Kosten senken, Kapazitäten auslasten und auch Kompetenzen bündeln. Rein wirtschaftlich zunächst ein offenbar cleverer und sinnvoller Schritt – und vielleicht tatsächlich ein Schlüssel für die Zukunft, um Stärke und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Oder aber eine Verwässerung der bis dato stark konkurrierenden Marken, die jede für eine eigene Philosophie steht und deren offensive Konkurrenz sicher auch beiden Marken spätestens seit Ende der 80er zugutegekommen ist. Zumindest für echte Markenfetischisten dürfte es sich aber doch auch irgendwie nach Verrat der eigenen DNA anfühlen. Doch vielleicht gelingt auf diesem Weg auch eine nachhaltige Kombination aus dem Besten beider Hersteller. Bestätigt wurde diese angedachte Kooperation bis jetzt übrigens noch nicht offiziell – wir dürfen gespannt sein.
Die Optimierung der Effizienz in der Fertigung bleibt in jedem Fall ein elementares Thema, da ist nicht nur die Automotive-Branche bei uns gleich an der richtigen Adresse!




