Was bei Streaming-Diensten längst lästiger Alltag ist, hält laut „Auto-Express UK“ zunehmend Einzug in die Automobilwelt: Features gegen Abo-Gebühren. Jüngstes Beispiel: Volkswagen bietet für den ID.3 Pro und Pro S in Großbritannien ein Performance-Abo.
- Basisleistung: 201 PS / 265 Nm
- Upgrade per Abo: +27 PS auf 228 PS & 310 Nm Drehmoment
- Kosten: £16,50 (ca. 19 €) pro Monat, 190 € pro Jahr oder 750 € als Dauerlizenz
- Vorteil: Kein Einfluss auf Reichweite & keine Meldepflicht bei der Versicherung, da die Modelle ab Werk mit Maximalleistung registriert sind
Aber damit nicht genug – man bekommt den ersten Monat gratis die volle Leistung, die ohne Abo dann nach Ablauf um 27 PS und 45 Newtonmeter reduziert wird.
Ob damit nicht die Unzufriedenheit des Besitzers früher oder später vorprogrammiert ist?
VW positioniert das Angebot – übrigens analog zum Polestar 2 – als flexible Alternative zum klassischen Kauf höherer Motorvarianten. Kritiker sehen jedoch die Gefahr, dass Kunden Abos ablehnen – wie schon bei BMWs gescheitertem Sitzheizungsmodell für zusätzliche 18 EUR im Monat. Oder sogar versuchen, ihre Fahrzeuge zu hacken, um die volle Leistung zu bekommen.
Auch Ford bietet laut Handelsblatt beispielsweise mit dem Assistenzsystem „Blue Cruise“ – für 24,99 EUR ein teilautonomes Fahren auf ausgewählten Autobahnen – eine zusätzliche, kostenpflichtige Option. Und Jeep hat seine Kunden offenbar mit Werbeanzeigen im Digitaldisplay des Cockpits so verärgert, dass dieser Schritt zukünftig zumindest wieder reduziert werden soll.
👉 Klar ist: Hersteller experimentieren verstärkt mit Software-basierten Erlösmodellen – von Leistungs-Boosts über Assistenzsysteme bis hin zu Werbung im Cockpit. Ob die Akzeptanz steigt, bleibt offen.




